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Schüler´s Eck

Quelle: Stadtarchiv

Jede Stadt hat bestimmte Treffpunkte für Groß und Klein. In Nastätten ist nach wie vor “Schüler's Eck” ein Treffpunkt. Eine Ortsangabe ohne Straßennamen aber jeder weiß Bescheid.
Das Eckhaus an der Kreuzung Römerstraße - Rheinstraße wurde 1882 neu errichtet. Der aus dem Westerwald zugezogene Kaufmann Eduard Schüler hatte das Grundstück erworben und das dort stehende Haus komplett abreißen lassen. Wie der Rhein- und Lahn-Anzeiger am 6. Oktober 1882 berichtete, habe Eduard Schüler seinen Colossalbau beendigt. Weiterhin schrieb das Blatt: „Der ganze Bau wird eine Zierde für unsere Stadt sein“. Eduard Schüler richtete im Erdgeschoss des Hauses einen Laden ein und handelte mit Kolonialwaren und Textilien. Er hatte auch eine Kaffeerösterei. Nach seinem Tod führte der Sohn Edmund das Geschäft erfolgreich weiter. Als Edmund Schüler 1951 verstarb, war dies das Ende des Kaufladens. Mehrere Pächter versuchten, das Textilgeschäft fortzusetzen. Am Gebäude erfolgten einige Umbauten. Anfang der 1990er Jahre übernahmen Textilkaufmann Manfred Bayer und Ehefrau Angelika, geb. Schüler das gesamte Anwesen. Es erfolgte ein Rückbau des Gebäudes nach alten Vorlagen.
Schüler´s Eck sieht nun fast wieder wie damals aus und mit dem Modegeschäft „One Way“ wird die alte Textiltradition fortgeführt.

Schüler´s Eck mit Blick in die Römerstraße um 1912

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