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Das Stadtwappen

Das Stadtwappen

Quelle: Stadtarchiv Nastätten 2015

Bienenkorb und Bienen: Das Wappen der Stadt Nastätten ist einzigartig. Aber warum hat man ausgerechnet die Biene als Wappentier gewählt? Mit seinen vielen Bienenstöcken war das Amt Nastätten damals im Herzogtum Nassau die Nummer 1 in der Honigproduktion. Ein sehr großer wirtschaftlicher Vorteil. Zu der Zeit war Zucker ein Luxusgut, es wurde mit Honig gesüßt. Die vielen Bienen auf dem Entwurf des Stadtwappens von Geometer (Landvermesser) Friedrich Becher aus Braubach von 1864 könnten diese Vermutung bestätigen. Oder sollten etwa die vielen anfliegenden Bienen ein Symbol für den Bienenfleiß der Bürger und Handwerker sein? Das Wappen hat keinen nachweisbaren historischen Hintergrund. Es ist wahrscheinlich erst nach der Eingliederung des Herzogtums Nassau in das Königreich Preußen, also nach 1866, von den damaligen Stadtvätern eingeführt worden. Auf dem ersten bekannten Stadtsiegel sind 10 Bienen im Anflug auf den Bienenstock. 1908 wurde auf Anregung des Königlichen Staatsarchivs in Wiesbaden das frei erfundene Stadtwappen umgestaltet. Das Wappenfeld erhielt die heraldisch richtigen Farben: Der Schild blau, der Korb gelb und die Bienen goldfarben. Die Anzahl der Bienen wurde auf 9 reduziert und die Bienen symmetrisch um den Bienenkorb angeordnet. 1957 wurde das Stadtwappen erneut geordnet bzw. modernisiert. Seitdem sind nur noch 5 Bienen im Anflug.

Entwurf Geometer Friedrich Becher 1864
1816 noch ohne Wappen
1905 mit 10 Bienen
1907 mit 11 Bienen
1958 mit 9 Bienen
1869 mit 10 Bienen
1906 mit 15 Bienen
1910 mit 5 Bienen
seit 1966 mit 5 Bienen
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