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Nastätten: Die Stadtverordneten-Sitzung beschließt die Beschaffung der im Krieg entfernten beiden Glocken der evangelischen Kirche für insgesamt 66.370 Mark.

Nastätten: Nach Sachverständigengutachten ist eine Erweiterung des Gaswerkes erforderlich. Die Stadtverordneten-Sitzung beschließt jedoch den Neubau zu vertagen und stattdessen eine Förderung des Elektrizitätsausbaues des Ortsnetzes auszuschreiben

Aus dem Lande: Eine eigene Musik klingt jetzt in den Dörfern. Es ist die Dreschmaschine, die nach langer Pause wieder die Arbeit aufgenommen hat.

Nastätten: Mehrere Ausschreibungen. 1.) Der Hochbehälter in der Gronauerstraße beginnt undicht zu werden und soll mit einer Zementschicht versehen werden. 2.) Die Bachmauer entlang der Synagoge bedarf der Instandsetzung. 3.) Die Herstellung und Lieferung eines Schulpultes ist zu vergeben.

Die komplette Ausgabe des Rhein-und Lahn-Anzeiger finden sie hier.

Auch 1920 musste die Generalversammlung verschoben werden, so wie heute bei Corona. Die Menge der Brandwein-Ausgabe wurde vorgeschrieben.

Die General-Versammlung des Turnvereines (heute VfL Nastätten) fand im früheren Gasthaus „Zur Rose“ statt. Auch für feinstes Salatöl wurde gesorgt

Behandlungsmethoden aus dem Rhein-Lahn-Anzeiger 1920

Altertümliche Behandlungsmethoden gab es in den Apotheken von Nastätten und Miehlen. Tabakpflanzen in bewährten Sorten aus Nastätten von der früheren Gärtnerei Wölfert zu erwerben. Venetan das bewährte Mittel gegen Blattläuse empfohlen von den Apotheken.

Auch wenn wir uns als Stadtarchiv-Team nicht mit fremden Lorbeeren schmücken möchten, möchten wir diesen Beitrag der Studentischen Hilfskraft Katrin Kober des Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. vom 21.07.2020 zur Ortsgeschichte von Nastätten niemanden vorenthalten. Der Beitrag ist sehr gelungen. Der Schwerpunkt liegt auf der frühen Neuzeit u.a. um den getötete Wilhelm Wilhelmi sowie die Judenprogrome sind ausführlich beschreiben. Katrin Kober ist hier auch andere Wege gegangen, die ein „Einheimischer“ so vermutlich nicht ins Zentrum gerückt hätte.
Der Bericht ist zu finden beim Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V. unter: https://www.regionalgeschichte.net/index.php?id=19032